Die neuen XGIMI-Aura-Modelle werden in mehreren Phasen eingeführt: zunächst mit einer Reservierung auf der offiziellen Website, danach mit einer Crowdfunding-Kampagne und schließlich über die üblichen Vertriebskanäle. Wie schon bei früheren Kickstarter-Modellen dürfte es möglich sein, die Projektoren zu einem reduzierten Preis zu kaufen.
Vorbestellung auf der offiziellen Website: XGIMI Aura 3 Pro und Max (xgimi.com)
Zeitleiste
24.09.2026: Die beiden neuen XGIMI Aura 3 sind angekommen. Der Test kann beginnen. Er sollte um den 10. Oktober abgeschlossen sein. Falls bei Ihrem Besuch noch einzelne Abschnitte fehlen, werden sie schrittweise ergänzt.20.10.2026: Voraussichtlicher Start der Kickstarter-Kampagne.
Warum dieser Projektor?
Wie bereits in der Einleitung erwähnt, hatte XGIMI seit ungefähr zwei Jahren keinen neuen Ultrakurzdistanzprojektor mehr vorgestellt. In dieser Zeit hat sich der Markt erheblich verändert, unter anderem durch Marken wie Formovie, AWOL, Valerion und Hisense. Neue Modelle bieten mehr Helligkeit, besseren Kontrast und zusätzliche Funktionen. XGIMI hatte seine anderen Produktreihen bereits erneuert; jetzt fehlte nur noch ein neuer Aura, um das Angebot abzurunden.Die wichtigsten angekündigten Unterschiede zwischen diesen beiden neuen Modellen betreffen Kontrast und Helligkeit.
XGIMI Aura 3 Pro: 4100 Lumen / 7000:1
XGIMI Aura 3 Max: 5700 Lumen / 8000:1
Der XGIMI Aura 2 war mit 2.300 Lumen angegeben. Seinen tatsächlichen Kontrast hatte ich damals mit ungefähr 1.500:1 gemessen.
Auf dem Papier ist der Fortschritt gegenüber dem Vorgänger also beträchtlich. Er beschränkt sich jedoch nicht auf diese beiden Eigenschaften. Hinzu kommen unter anderem:
- eine Triple-Laser-Lichtquelle (statt Dual Light beim Aura 2)
- dynamischer Kontrast
- eine Technik zur Verringerung des Regenbogeneffekts
- KI-gestützte Bildverarbeitung
- Dolby Vision und IMAX
- eine doppelte mechanische Iris
- 120 Hz bei 4K
- eine sehr geringe Eingabeverzögerung
- 80 Watt Audioleistung
- eine effektivere Bewegungsglättung
- eine Farbraumabdeckung bis hin zu Rec. 2020
- usw.
Viele dieser Neuerungen führte XGIMI bereits mit den Serien Horizon 20 und Titan Noir ein. Die neuen Aura-3-Modelle übernehmen somit mehrere technologische Fortschritte der vergangenen beiden Jahre. XGIMI ist auf diesem Markt natürlich nicht allein. Angesichts der angekündigten Einführungspreise könnten beide Projektoren dennoch erfolgreich werden – vorausgesetzt, die Versprechen bestätigen sich in meinen Tests.
Lieferumfang
Beim Öffnen der Verpackung des XGIMI Aura 3 Pro findet man das übliche Zubehör: Netzkabel, Fernbedienung, zwei Batterien und Bedienungsanleitung. XGIMI legt allerdings auch etwas inzwischen Seltenes bei: zwei 3D-Brillen. Schon lange hatte ich keine mehr im Lieferumfang eines Projektors gesehen und dachte bereits, die Hersteller hätten diese Funktion nach und nach aufgegeben. Dennoch werde ich regelmäßig nach 3D gefragt. Es gibt also nach wie vor Interessenten. Dass XGIMI gleich zwei Brillen mitliefert, zeigt, dass die Marke diese Funktion nicht aufgegeben hat.
Wer die neueren Modelle von XGIMI kennt, wird bei der Fernbedienung keine Überraschungen erleben. Sowohl das Design als auch die Anordnung der Tasten erinnern stark an die Fernbedienungen des Horizon 20 und des Titan Noir. Sie verfügt außerdem über Bewegungserkennung und einige beleuchtete Tasten, was bei der Bedienung im Dunkeln praktisch ist.
Die mitgelieferte Bedienungsanleitung enthält eine weitere interessante Information: Sie gilt für drei Modelle – Aura 3 Pro, Aura 3 Max und Aura 3 Ultra Max. Letzterer ist zum Zeitpunkt dieses Tests noch nicht erhältlich. Seine Erwähnung lässt jedoch vermuten, dass er später auf den Markt kommen könnte. Auch ein einfacherer Aura 3 wäre keine Überraschung. Das würde gut zur Produktstrategie von XGIMI passen, die bei anderen Serien vom Standardmodell über Pro und Max bis hin zu Ultra Max reicht.
Der Aura 3 Pro ist ein ziemlich großer Projektor. Er misst 58,8 cm in der Breite, 29,5 cm in der Tiefe und 13,8 cm in der Höhe. Damit benötigt er etwas mehr Platz als sein Vorgänger, dessen Abmessungen bei etwa 51 × 27 × 14,4 cm lagen. Trotz der größeren Maße bleibt das Gewicht mit rund 9 kg ziemlich ähnlich.
Verarbeitung und Design
Der XGIMI Aura 3 Pro und der Aura 3 Max sind äußerlich identisch. Daher verwende ich für beide Tests dieselben Fotos.Um den Designwechsel dieser neuen Generation einzuordnen, lohnt sich ein Blick zurück auf den XGIMI Aura 2. Er hatte eine eher weiche, fast skandinavisch wirkende Formensprache mit hellen Farben und einem weitgehend stoffbezogenen Gehäuse. Beim Aura 3 Pro schlägt XGIMI nun eine völlig andere Richtung ein.
Die Formen sind deutlich markanter geworden und der Projektor wirkt auf Anhieb massiver. Besonders auffällig ist die Front mit einer Oberfläche, die lackiertes Holz imitiert – ähnlich den Dekoreinlagen im Innenraum mancher Oberklasseautos. Hinter dieser Front sitzt auch das 80 Watt starke Soundsystem von Harman Kardon. Für einen XGIMI-Projektor ist das eine besonders hohe Leistung und ein Hinweis darauf, welchen Stellenwert die Audioausstattung bei dieser Generation hat.
Die Holzoptik setzt sich von der Vorderseite auf die Seitenflächen fort. Die Rückseite ist dagegen konventioneller gestaltet: Hier verwendet XGIMI wieder eine klassische Kunststoffoberfläche, die besser zum Anschlussbereich passt.
Die Anschlussausstattung ist ausgesprochen umfangreich. Auf der Rückseite befinden sich ein RJ45-Ethernet-Anschluss, ein optischer digitaler S/PDIF-Audioausgang, ein Kopfhöreranschluss, zwei USB-2.0-Anschlüsse und ein USB-3.0-Anschluss. Hinzu kommen drei HDMI-Eingänge, wobei der zweite HDMI-Anschluss eARC unterstützt.
XGIMI hat außerdem den Schutz der Optik bei ausgeschaltetem Projektor überarbeitet. Beim Aura 2 wurde der Projektionsbereich durch eine verschiebbare Abdeckung freigegeben. Der Aura 3 Pro verwendet stattdessen eine große motorisierte Klappe, die sich wie eine Motorhaube hebt. Neben der Optik hat diese Lösung den Vorteil, die Laserlichtquelle während des Betriebs direkt abzuschirmen. Mir gefällt dieser Ansatz, denn dadurch werden mögliche Lichtreflexe auf dem oberen und mittleren Gehäuseteil weniger sichtbar.
Der Stromanschluss sitzt auf der Rückseite, wie bei Ultrakurzdistanzprojektoren üblich. Ich hätte ihn allerdings lieber an einer Seite gesehen. Bei einem so kurzen Projektionsabstand zählt jeder Zentimeter, um den Projektor möglichst dicht an der Wand oder Leinwand aufzustellen. Ein seitlich herausgeführtes Netzkabel hätte möglicherweise noch etwas Platz in der Tiefe gespart.
An der Unterseite hat XGIMI vier kleine verstellbare Füße vorgesehen. Damit lässt sich die Neigung mechanisch leicht korrigieren und der Projektor vor der Bildeinstellung einfacher waagerecht ausrichten.
Der Aura 3 Pro unterscheidet sich also sowohl technisch als auch optisch deutlich vom Aura 2. XGIMI hätte das bisherige Design nur behutsam weiterentwickeln können, hat sich aber bewusst für einen klar erkennbaren Generationswechsel entschieden. Ich finde das Ergebnis gelungen. Trotz seiner beachtlichen Größe ist das Gerät so gestaltet, dass es auch offen im Wohnzimmer stehen kann, ohne wie ein rein technisches Gerät zu wirken.
Natürlich kann man ihn auch in ein Möbelstück integrieren, wenn man eine unauffälligere Installation bevorzugt. Ich habe eine solche Lösung mit einem Möbel samt motorisierter Schublade bereits getestet:
Shore RolaTV: Heimkino-Möbel für Laser-TV
Bei einem solchen Möbel benötigen Sie in der Schublade 22 cm freie Höhe, damit der Projektor seine Abdeckung öffnen kann.
Stromverbrauch
Ich habe bei minimaler Laserleistung 88 Watt und bei maximaler Leistung 168 Watt gemessen. Für einen derart hellen Projektor ist das ein sehr moderater Verbrauch. Er liegt ungefähr auf dem Niveau des Titan Noir Pro, allerdings bei geringerer Helligkeit.Betriebsgeräusch
Ich habe ein Betriebsgeräusch von unter 38 dB gemessen. Genauer konnte ich nicht messen, da der Umgebungslärm meines Raums die Messung begrenzte. Der Projektor erzeugt ein leicht hörbares Summen, das aber kaum stören dürfte. Gelegentlich ist ein zusätzliches Geräusch zu hören, wenn die Iris arbeitet. Auch das ist nicht wirklich problematisch.Bildqualität
FarbtreueWeitere Informationen zur Farbtreue
Die Farbtreue (Kolorimetrie) lässt sich objektiv messen. Dazu verwendet man ein geeignetes Messgerät (Colorimeter, Spektroradiometer usw.), mit dem sich die dargestellte Farbe mit einem Referenzwert vergleichen lässt. Diese Abweichung wird als Delta E (kurz dE) angegeben. Ein dE über 3 kann je nach Farbe und Betrachtungsbedingungen bereits sichtbar sein.
Der dE-Wert sollte deshalb möglichst niedrig sein. Allerdings erreichen Projektoren ab Werk nur selten einen Wert unter 3. Häufig liegen sie zwischen 5 und 10; erst durch eine Kalibrierung lassen sich die Farben präzise einstellen.
Für eine genaue Kalibrierung empfiehlt sich geeignete Messtechnik oder die Unterstützung eines Fachmanns. Ich teile hier meine Einstellungen für meine eigene Installation. Diese Werte könnten auch bei Ihnen funktionieren, sind aber keine Garantie. Betrachten Sie sie deshalb als Orientierungshilfe.
Um den Modus mit der höchsten Farbtreue zu finden, messe ich zunächst Weiß in jedem Bildmodus und bei jeder Irisstellung. Diese ersten Messungen habe ich auf einer weißen Leinwand durchgeführt. Auf den Einfluss einer ALR-Leinwand gehe ich später ein.
| Konfiguration | Iris F2 | Iris F3 | Iris F4 | Iris F5 | Iris F7 | Dynamisch |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Film | 8,04 | 5,52 | 2,22 | 12,54 | 12,21 | 14,10 |
| Sport | 10,08 | 11,09 | 12,92 | 10,97 | 12,31 | 10,39 |
| Standard | 10,55 | 11,08 | 13,14 | 11,60 | 12,33 | 11,03 |
| Lebhaft | 12,35 | 12,98 | 12,11 | 10,94 | 12,65 | 20,03 |
| Filmmaker | 7,76 | 3,85 | 11,06 | 10,46 | 14,00 | - |
| Spiel | 10,14 | 11,16 | 13,23 | 11,26 | 12,07 | 10,33 |
| ISF Nacht | 5,77 | 6,91 | 4,21 | 11,36 | 10,29 | 14,08 |
| ISF Tag | 6,69 | 7,58 | 3,77 | 11,59 | 7,64 | 14,05 |
Hier die Analyse der Farbtreue der Primär- und Sekundärfarben im Modus „Film“:
| Farbe | F2 | F3 | F4 | F5 | F7 | Dynamisch |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Weiß | 8,29 | 7,70 | 4,12 | 11,06 | 10,74 | 14,84 |
| Rot | 1,41 | 1,71 | 1,14 | 3,08 | 3,00 | 1,01 |
| Grün | 2,01 | 2,26 | 2,08 | 2,92 | 2,50 | 2,25 |
| Blau | 0,97 | 1,12 | 1,26 | 1,26 | 0,96 | 0,54 |
| Gelb | 2,50 | 2,14 | 1,41 | 3,22 | 3,61 | 5,63 |
| Cyan | 6,75 | 6,40 | 4,03 | 9,20 | 7,18 | 7,51 |
| Magenta | 1,15 | 1,01 | 1,75 | 0,82 | 1,78 | 1,20 |
| Durchschnittlicher Delta E | 3,30 | 3,19 | 2,26 | 4,51 | 4,25 | 4,71 |
Bei F4 stehen noch 1.141 nutzbare Lumen zur Verfügung (siehe meine Helligkeitsmessungen). Je nach gewünschter Leuchtdichte reicht das für eine 120-Zoll-Leinwand im Dunkeln. Für eine größere Leinwand können Sie die Iris weiter öffnen. Eine weitere Möglichkeit ist der XGIMI Aura 3 Max, den ich ebenfalls getestet habe: Er verhält sich ähnlich, ist aber heller.
An diesem Punkt des Tests zeichnet sich ein erstes Fazit ab. Ich habe eine preiswerte Vevor-Leinwand für 120 € mit der Irisstellung F4 im Filmmodus verwendet. Diese Kombination liefert ein Bild mit einer Farbwiedergabe, die mir besonders gut gefällt, und einem gemessenen Kontrast von über 3.000:1 (siehe meine Kontrastmessungen).
Wenn Sie diesen Projektor in einem dunklen Raum einsetzen möchten, bietet diese Konfiguration bereits alles für ein hervorragendes Bild.
Wenn Sie den Projektor in einem hellen Raum nutzen möchten, sollten Sie auf eine weiße Leinwand verzichten: Das Bild würde sehr stark ausgewaschen wirken. Ich habe diesen Projektor mit einer ALR-Leinwand getestet, die den Einfluss des Umgebungslichts abschwächt. Damit ist das Bild deutlich besser sichtbar. Dennoch darf man nicht vergessen, dass das Ergebnis niemals an einen guten Fernseher unter denselben Bedingungen heranreicht. Ein Projektor kann kein Schwarz erzeugen. Die dunkelsten Bildbereiche gehen deshalb vom Umgebungslicht aus, wodurch Schwarz deutlich grau erscheint.
Mit einer ALR-Leinwand verlieren Sie deutlich weniger Kontrast. Ich werde aber auch zeigen, dass sich die Farbwiedergabe verändert, weil die Leinwand im Gegensatz zu meiner vorherigen weißen Leinwand nicht farbneutral ist.
Wie beim ersten Test messe ich die Weißwerte aller Bildmodi auf meiner 120-Zoll-ALR-Leinwand von NothingProjector:
| Konfiguration | Iris F2 | Iris F3 | Iris F4 | Iris F5 | Iris F7 | Dynamisch |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Film | 7472 K / ΔE 23,14 | 7242 K / ΔE 23,84 | 7241 K / ΔE 24,09 | 6915 K / ΔE 22,62 | 6686 K / ΔE 10,97 | 7291 K / ΔE 23,82 |
| Sport | 9005 K / ΔE 22,84 | 8787 K / ΔE 23,20 | 8462 K / ΔE 23,21 | 7746 K / ΔE 21,16 | 9417 K / ΔE 12,86 | 8723 K / ΔE 23,01 |
| Standard | 9018 K / ΔE 22,88 | 8763 K / ΔE 23,18 | 8403 K / ΔE 23,12 | 7705 K / ΔE 21,26 | 9475 K / ΔE 13,03 | 8755 K / ΔE 23,28 |
| Lebhaft | 8863 K / ΔE 23,84 | 8817 K / ΔE 23,51 | 8802 K / ΔE 23,60 | 7804 K / ΔE 23,99 | 8501 K / ΔE 13,54 | 9015 K / ΔE 23,39 |
| Filmmaker | 7457 K / ΔE 23,15 | 7269 K / ΔE 23,78 | 7253 K / ΔE 24,16 | 6922 K / ΔE 22,65 | 6687 K / ΔE 11,00 | 7275 K / ΔE 23,80 |
| Spiel | 9018 K / ΔE 23,04 | 8770 K / ΔE 23,17 | 8472 K / ΔE 23,24 | 7753 K / ΔE 21,27 | 9443 K / ΔE 13,01 | 8821 K / ΔE 23,24 |
| ISF Nacht | 6925 K / ΔE 23,09 | 6914 K / ΔE 20,46 | 6946 K / ΔE 10,80 | 6918 K / ΔE 22,35 | 6672 K / ΔE 10,18 | 7250 K / ΔE 23,69 |
| ISF Tag | 6957 K / ΔE 23,17 | 6924 K / ΔE 20,47 | 6939 K / ΔE 10,72 | 6904 K / ΔE 22,30 | 6682 K / ΔE 10,23 | 7257 K / ΔE 23,67 |
Wenn ich mich auf eine der interessantesten Einstellungen konzentriere, zunächst in SDR und anschließend in HDR, ergeben sich folgende Werte:
Einstellung „ISF Tag“ in SDR:
| Farbe | F2 | F3 | F4 | F5 | F7 | Dynamisch |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Weiß | 23,17 | 20,47 | 10,72 | 22,30 | 10,23 | 23,67 |
| Rot | 1,38 | 1,39 | 1,44 | 0,69 | 3,27 | - |
| Grün | 1,86 | 1,77 | 1,51 | 1,90 | 1,88 | - |
| Blau | 0,74 | 0,28 | 0,88 | 1,02 | 0,86 | - |
| Gelb | 13,01 | 9,70 | 4,23 | 12,18 | 4,18 | - |
| Cyan | 15,11 | 11,41 | 4,07 | 13,80 | 5,83 | - |
| Magenta | 1,32 | 0,36 | 1,90 | 0,73 | 2,46 | - |
| Durchschnittlicher Delta E | 8,08 | 6,48 | 3,54 | 7,51 | 4,10 | - |
Hier die Ergebnisse für HDR:
| Farbe | F2 | F3 | F4 | F5 | F7 | Dynamisch |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Rot | 10,26 | 9,79 | 8,80 | 6,95 | 11,14 | 11,42 |
| Grün | 1,09 | 0,98 | 0,90 | 0,94 | 0,48 | 0,92 |
| Blau | 2,21 | 1,06 | 2,14 | 2,71 | 2,21 | 1,22 |
| Gelb | 15,12 | 15,67 | 16,26 | 13,86 | 6,78 | 15,74 |
| Cyan | 7,53 | 9,42 | 10,59 | 9,86 | 3,99 | 9,24 |
| Magenta | 3,58 | 3,25 | 3,08 | 2,73 | 2,49 | 3,37 |
| Durchschnittlicher Delta E | 6,63 | 6,69 | 6,96 | 6,17 | 4,51 | 6,98 |
Ergebnisse nach der Kalibrierung
Ich habe einige Parameter angepasst, um das Ergebnis zu verbessern:
| Farbe | Delta E 2000 |
|---|---|
| Weiß | 1,41 |
| Rot | 1,71 |
| Grün | 1,65 |
| Blau | 1,80 |
| Gelb | 1,25 |
| Cyan | 1,61 |
| Magenta | 3,01 |
| Durchschnitt | 1,78 |
Rot 70
Grün 43
Blau 45
Diese Anpassungen gleichen einen großen Teil der Farbverschiebung aus, die ich unter diesen Messbedingungen mit meiner Leinwand festgestellt habe. Als Referenz habe ich F2 verwendet. Je nach Irisstellung müssen die Werte jedoch angepasst werden, denn die Iris beeinflusst ebenfalls die Farbtreue. Sie ersetzen also keine Kalibrierung Ihrer eigenen Installation.
Falls Sie sich für diese Leinwand interessieren:
Motorisierte 120-Zoll-ALR-Leinwand von NothingProjector: Test und Bewertung
Die Vevor-Leinwand finden Sie hier:
Vevor.com
Helligkeit
Weitere Informationen zur Helligkeit
Die Helligkeit ist bei einem Projektor von entscheidender Bedeutung. Sie wird häufig in ANSI- oder ISO-Lumen angegeben. Die Herstellerangaben entsprechen aber nicht immer der Helligkeit, die in einem Bildmodus mit hoher Farbtreue erreicht wird.
Ich messe die Helligkeit mit einem Luxmeter und rechne die Ergebnisse anhand der Projektionsfläche in ANSI-Lumen um. So erhalten Sie einen praxisnahen Messwert.
Selbst ein heller Projektor kann bei vollem Tageslicht normalerweise nicht mit einem Fernseher mithalten. Natürliches oder künstliches Umgebungslicht reduziert den Bildkontrast erheblich. Unter 1.000 ANSI-Lumen sollte man den Projektor in völliger Dunkelheit einsetzen.
Der XGIMI Aura 3 Pro wird mit 4.100 ISO-Lumen beworben. Dieser Wert wird unter Messbedingungen erzielt, die nicht unbedingt einem Betrieb mit naturgetreuen Farben entsprechen. Die hellsten Modi, insbesondere Boost, können eine farblich kaum brauchbare Darstellung erzeugen.
Hier sind meine Helligkeitsmessungen im Vergleich mit dem XGIMI Aura 3 Max. Sie sind wichtig, um herauszufinden, welcher der beiden Projektoren besser zu Ihrer Installation passt:
| Konfiguration | Iris | Aura 3 Pro (Lumen) | Aura 3 Max (Lumen) |
|---|---|---|---|
| Standard | 2 | 1956 | 2499 |
| Standard | 3 | 1565 | 2016 |
| Standard | 4 | 1135 | 1344 |
| Standard | 5 | 842 | 935 |
| Standard | 7 | 353 | 409 |
| Standard | Dynamisch | 1451 | 1870 |
| Film | 2 | 1972 | 2674 |
| Film | 3 | 1570 | 2075 |
| Film | 4 | 1141 | 1395 |
| Film | 5 | 847 | 964 |
| Film | 7 | 358 | 416 |
| Film | Dynamisch | 1462 | 1958 |
| Lebhaft | 2 | 2576 | 3112 |
| Lebhaft | 3 | 2065 | 2433 |
| Lebhaft | 4 | 1510 | 1746 |
| Lebhaft | 5 | 1119 | 1220 |
| Lebhaft | 7 | 472 | 584 |
| Lebhaft | Dynamisch | 1934 | 2353 |
| Filmmaker | 2 | 1978 | 2681 |
| Filmmaker | 3 | 1559 | 2053 |
| Filmmaker | 4 | 1141 | 1388 |
| Filmmaker | 5 | 847 | 957 |
| Filmmaker | 7 | 358 | 409 |
| Filmmaker | Dynamisch | 1462 | 1965 |
| Spiel | 2 | 1983 | 2528 |
| Spiel | 3 | 1565 | 2009 |
| Spiel | 4 | 1135 | 1344 |
| Spiel | 5 | 847 | 935 |
| Spiel | 7 | 353 | 401 |
| Spiel | Dynamisch | 1440 | 1885 |
| Sport | 2 | 1956 | 2506 |
| Sport | 3 | 1548 | 2002 |
| Sport | 4 | 1135 | 1344 |
| Sport | 5 | 842 | 935 |
| Sport | 7 | 353 | 401 |
| Sport | Dynamisch | 1445 | 1878 |
| ISF Tag | 2 | 1983 | 2689 |
| ISF Tag | 3 | 1576 | 2068 |
| ISF Tag | 4 | 1141 | 1395 |
| ISF Tag | 5 | 853 | 957 |
| ISF Tag | 7 | 358 | 409 |
| ISF Tag | Dynamisch | 1467 | 1958 |
| ISF Nacht | 2 | 1975 | 2659 |
| ISF Nacht | 3 | 1570 | 2053 |
| ISF Nacht | 4 | 1146 | 1373 |
| ISF Nacht | 5 | 842 | 957 |
| ISF Nacht | 7 | 358 | 409 |
| ISF Nacht | Dynamisch | 1462 | 1951 |
100-Zoll-Leinwand: 800 Lumen
120-Zoll-Leinwand: 1.140 Lumen
140-Zoll-Leinwand: 1.550 Lumen
Diese Richtwerte setzen völlige Dunkelheit voraus. Im Vergleich mit meinen Messungen zeigt sich, dass der Aura 3 Pro unter diesen Bedingungen bereits genug Licht für ein großes Bild liefert. Das Max-Modell ist deshalb nicht für jeden unbedingt erforderlich.
Wenn Sie den Projektor dagegen bei Umgebungslicht nutzen möchten, benötigen Sie mehr Helligkeit. Mit dem folgenden Tool können Sie den Lichtbedarf in einem teilweise oder vollständig beleuchteten Raum ermitteln:
Diese Werte geben einen Hinweis auf die erforderliche Helligkeit. Vergessen Sie aber nicht, dass Projektion bei hellem Umgebungslicht schwierig bleibt. Selbst wenn das Tool ein grünes Feld anzeigt, bedeutet das nicht, dass der Kontrast zufriedenstellend ist: Das projizierte Schwarz wird durch das Umgebungslicht aufgehellt und kann grau wirken.
Mit einer ALR-Leinwand können Sie diesen Effekt verringern. Die Schwarzdarstellung wird dennoch niemals mit der eines Fernsehers vergleichbar sein.
Kontrast
Weitere Informationen zum Kontrast
Der On/Off-Kontrast beschreibt das Verhältnis zwischen Weiß und Schwarz. Diese Messung zeigt, wie gut ein Projektor dunkle Szenen darstellen kann.
Ein Kontrast unter 500:1 gilt als sehr niedrig. Das zeigt sich vor allem in dunklen Szenen, in denen Details verloren gehen. Bei Sport, hellen Filmen oder Zeichentrick fällt es weniger auf.
Ein geringer Kontrast bedeutet nicht, dass ein Projektor unbrauchbar ist. Bei Filmen wie Aliens sollte man aber wissen, dass in dunklen Szenen möglicherweise kaum noch Details erkennbar sind.
Schon dieses erste Bild vermittelt einen Eindruck vom Kontrast des Projektors. Die dunkle Szene ist bis in die Details gut erkennbar.
Ich habe den Kontrast in allen Bildmodi gemessen. Hier zeige ich die Ergebnisse im Modus „Standard“, da die Werte in den anderen Modi sehr ähnlich sind.
| Iris | Aura 3 Pro / Weiße Leinwand | Aura 3 Pro / ALR-Leinwand | Aura 3 Max / Weiße Leinwand | Aura 3 Max / ALR-Leinwand |
|---|---|---|---|---|
| 2 | 1621:1 | 1667:1 | 1644:1 | 2001:1 |
| 3 | 2526:1 | 2723:1 | 2845:1 | 3267:1 |
| 4 | 3317:1 | 3606:1 | 4181:1 | 4484:1 |
| 5 | 3444:1 | * | 4740:1 | * |
| 7 | 3250:1 | * | 5091:1 | * |
| Dynamisch | 4603:1 | * | 5167:1 | 6061:1 |
Der sequenzielle Kontrast erreicht damit ein sehr gutes Niveau, das mit manchen Modellen der Titan-Noir-Reihe vergleichbar ist. In meinem Projektionsmöbel steht noch ein „alter“ Formovie Theater Premium, der ohne Iris etwa 3.000:1 erreicht. Das ist weiterhin ein guter Projektor. Die neuen Aura-Modelle können ihn bei manchen Irisstellungen aber übertreffen und bieten zusätzlich ein dynamisches Kontrastsystem.
Diese Messungen mögen überraschen, denn der Kontrastgewinn mit der ALR-Leinwand ist nicht konstant. Eine mögliche Erklärung ist Licht, das von den Oberflächen des Raums reflektiert wird und auf die Leinwand zurückfällt. Bei F2 und F3 ist die projizierte Lichtmenge größer. Beim Schließen der Iris können diese Reflexionen abnehmen. Der Gewinn hängt folglich auch von Messbedingungen und Umgebung ab. In manchen Fällen nähert er sich 17 %, aber dieser Wert lässt sich nicht auf alle Installationen übertragen.
Ein weiterer Vorteil der ALR-Leinwand ist, dass der Schwarzwert schneller die untere Messgrenze meines Geräts erreicht. Dadurch verbessert sich nicht nur der Kontrast, sondern Schwarz wirkt auch deutlich tiefer.
Insgesamt erreicht der Aura 3 Max in mehreren Einstellungen einen höheren Kontrast, insbesondere dank seiner größeren Weißleuchtdichte. Beim Aura 3 Pro ist der Schwarzwert stellenweise niedriger, allerdings nicht genug, um beim Kontrastverhältnis vorne zu liegen.
Und was ist mit DBLE (Dynamic Black Level Enhancement)?
Dieses Verfahren passt die Helligkeit dynamisch an den Bildinhalt an, um den Schwarzwert zu senken. Das Ergebnis darf daher nicht mit dem nativen sequenziellen Kontrast verwechselt werden. Schon der Titan Noir hatte ein recht wirksames DBLE, aber Untertitel konnten seine Regelung stören. Bei den beiden neuen Aura-Modellen habe ich dieses Problem nicht beobachtet: Die Regelung scheint schneller zu reagieren und Untertitel verursachten in meinen Tests keine sichtbaren Helligkeitsschwankungen.
Bei aktiviertem DBLE sinkt der Schwarzwert unter die Messgrenze meiner Ausrüstung. Der berechnete Kontrast kann dann über 50.000:1 liegen. Dieser Wert ist aber eher als Schätzung denn als genaue Messung zu betrachten.
Verändert DBLE die Farben?
Ja, aber deutlich weniger als bei den vorherigen Generationen:
| Farbe | x ohne DBLE | y ohne DBLE | x mit DBLE | y mit DBLE | Δu'v' | Leuchtdichteabweichung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Weiß | 0,3151 | 0,3378 | 0,3147 | 0,3357 | 0,0011 | -0,5 % |
| Rot | 0,6440 | 0,3304 | 0,6403 | 0,3310 | 0,0038 | -0,6 % |
| Grün | 0,3010 | 0,6143 | 0,3014 | 0,6160 | 0,0005 | +0,2 % |
| Blau | 0,1469 | 0,0536 | 0,1464 | 0,0514 | 0,0049 | -5,4 % |
| Gelb | 0,4181 | 0,5057 | 0,4144 | 0,5131 | 0,0045 | +2,0 % |
| Cyan | 0,2275 | 0,3407 | 0,2280 | 0,3425 | 0,0009 | +1,2 % |
| Magenta | 0,3145 | 0,1456 | 0,3131 | 0,1463 | 0,0023 | +1,2 % |
Wenn Ihnen der ohnehin schon gute Grundkontrast nicht genügt, können Sie mit DBLE den Schwarzwert jetzt noch weiter senken.
Schärfe
Ich habe die Schärfe anhand verschiedener Grafik- und Texttestbilder untersucht. Insgesamt ist sie gut: Die Konturen sind selbst bei feinen Elementen klar definiert. Ganz so präzise wie beim Titan Noir Pro ist die Darstellung nicht. Um weiße Schrift auf schwarzem Hintergrund sehe ich leichte Farbsäume, die das Seherlebnis aber nicht ernsthaft beeinträchtigen. Bewegungskompensation
Weitere Informationen zur Bewegungskompensation (MEMC)
Viele Projektoren arbeiten mit 60 Hz, zeigen also 60 Bilder pro Sekunde. Zahlreiche Filme wurden dagegen mit 24 Bildern pro Sekunde aufgenommen. Somit stehen nicht genügend unterschiedliche Filmbilder zur Verfügung, um alle 60 Bildwiederholungen des Projektors abzudecken.
Das führt häufig zu sichtbarem Ruckeln. Manche Projektoren können diese Ruckler durch Bewegungskompensation (MEMC) vermindern. Bei zu starker Einstellung entsteht allerdings der sogenannte Soap-Opera-Effekt, der das Bild künstlich wirken lässt – ähnlich wie Fernsehserien aus den 1980er-Jahren.
Bei einer Ausgabe mit 60 Hz können Inhalte mit 24 Bildern pro Sekunde ruckeln, insbesondere bei schnellen Bewegungen. Das erkennt man am weißen Rechteck im oberen Bildbereich. Wie viele andere Hersteller bietet XGIMI eine Bewegungsglättung in drei Stufen. Sie reduziert das Ruckeln deutlich, doch die höchste Stufe kann das Bild künstlich aussehen lassen. Normalerweise genügt mir die mittlere Einstellung. Hier finde ich allerdings, dass man die maximale Stufe wählen muss, um eine möglichst flüssige Darstellung zu bekommen.
Es gibt einen „Kino“-Modus, der die Bildfolge von 24 Bildern pro Sekunde respektieren soll. In meinen Tests liefert er aber nicht das erwartete Ergebnis: Das Ruckeln bleibt deutlich sichtbar.
Leinwandauswahl
Weitere Informationen zur Wahl der Leinwand
Eine Leinwand ist für einen Projektor nicht immer zwingend erforderlich. Das hängt vom Projektor und von der Projektionsfläche ab.
Ich habe viele Leinwände getestet und stelle sie in meinem Vergleich vor, damit Sie leichter die zu Ihrem Projektor und Budget passende Leinwand finden.
Ich erkläre die Unterschiede zwischen weißen und grauen Leinwänden sowie solchen, die Umgebungslicht unterdrücken.
Vergleich von Projektionsleinwänden
Für einen Ultrakurzdistanzprojektor benötigen Sie eine Leinwand. Normalerweise formuliere ich das weniger kategorisch, doch bei der Projektion von unten kann schon die kleinste Unebenheit der Fläche das Bild verformen. Welcher Leinwandtyp der richtige ist, hängt von der Verwendung ab. Bei völliger Dunkelheit kann eine weiße Leinwand genügen, auch eine günstige. In einem hellen Raum benötigen Sie dagegen eine ALR-Leinwand.
Ich zeige Ihnen, wie das in der Praxis aussieht:
Bei folgender Anordnung:
12
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1 = weiße Leinwand im Dunkeln
2 = ALR-Leinwand im Dunkeln
3 = weiße Leinwand in einem hellen Raum
4 = ALR-Leinwand in einem hellen Raum
1 gegenüber 2: Wie meine Messungen gezeigt haben, senkt die ALR-Leinwand den Schwarzwert, lässt das Bild tiefer wirken und erhöht den wahrgenommenen Kontrast. Selbst in einem dunklen Raum hat sie deshalb Vorteile gegenüber einer weißen Leinwand. Sie kann allerdings eine leichte Farbverschiebung verursachen. Weiter oben im Artikel habe ich einige Einstellungen beschrieben, mit denen sich das korrigieren lässt.
3 gegenüber 4: In einem hellen Raum bleibt das Bild sichtbar, wirkt auf einer weißen Leinwand aber stark ausgewaschen. Bei dunklen Szenen ist es noch schlimmer: Man erkennt beinahe nichts mehr. Die ALR-Leinwand verringert den Schaden, allerdings geht auch hier Kontrast verloren.
Hier sehen Sie ein Beispiel desselben Bilds auf einer weißen Leinwand – einmal im Dunkeln und einmal in einem beleuchteten Raum:
Ich denke, damit wird deutlich, warum eine weiße Leinwand für dunkle Filmszenen in einem hellen Raum keine gute Wahl ist.
Verwendete Leinwände:
Motorisierte 120-Zoll-ALR-Leinwand von NothingProjector: Test und Bewertung
Vevor.com
Laser-Speckle
Triple-Laser-Projektoren können anfälliger für Speckle sein, ein Phänomen, das sich als leichtes körniges Flimmern auf der Leinwand zeigt. Es entsteht durch Interferenzen des kohärenten Laserlichts nach der Streuung an der Projektionsfläche. Wie sichtbar es ist, hängt unter anderem vom Projektor, vom Leinwandmaterial und von den Betrachtungsbedingungen ab. Matte weiße Leinwände können Speckle verringern, verhindern es aber nicht grundsätzlich. Manche ALR-Leinwände sowie graue oder stark reflektierende Materialien können es sogar deutlicher sichtbar machen. Gerade bei Triple-Laser-Projektoren sollte man die Leinwand daher sorgfältig auswählen.Mit der getesteten NothingProjector-Leinwand habe ich nur sehr wenig Speckle beobachtet. Man musste das Bild aus nächster Nähe betrachten, um es zu erkennen. In meinem Videotest werde ich diesem Phänomen einen eigenen Abschnitt widmen. Nicht alle Leinwände verhalten sich gleich: Bei manchen ist Speckle deutlich sichtbarer als bei anderen.
Regenbogeneffekt (RBE)
Diese Funktion ist bei meinem Testgerät derzeit noch nicht aktiv.Audioqualität
Weitere Informationen zur Audioqualität
Ich verwende verschiedene Musikstücke, um die Tonqualität des Projektors zu veranschaulichen. Die Wiedergabe wird dabei allerdings immer durch das Aufnahmegerät begrenzt. Da ich stets dasselbe Gerät einsetze, lassen sich die Unterschiede trotzdem vergleichen.
Zur Demonstration der Tonqualität verwende ich regelmäßig bekannte, urheberrechtlich geschützte Lieder. Deshalb kommt es gelegentlich vor, dass YouTube meine Videos sperrt. In diesem Fall können Sie sich die Soundtracks direkt auf YouTube anhören – sofern YouTube meinen Kanal nicht vollständig blockiert hat.
Der XGIMI Aura 3 Pro (wie auch der Aura 3 Max) ist mit zwei 20-Watt-Hochtönern und zwei 20-Watt-Tieftönern ausgestattet, die zusammen 80 Watt leisten. Wie gewohnt stammen die Lautsprecher von Harman Kardon. Der XGIMI Aura 2 war seinerzeit der Projektor mit der besten Tonqualität. Ich denke, die neue Generation kann diese Position problemlos übernehmen und bietet noch mehr Leistung. Ich habe in meinen Videotest eine Klangprobe integriert, damit Sie sich selbst ein Urteil bilden können, sobald das Video verfügbar ist.
Diese Ausstattung ist mit einer guten Soundbar vergleichbar und für einen Raum von 20 m² wie meinen mehr als ausreichend. Ich habe die Lautstärke auf 50 von 100 erhöht, und selbst das war für meine Ohren schon zu laut. Verzerrungen waren dennoch nicht zu hören.
Die Audioqualität ist eindeutig eine Stärke der Aura-3-Reihe!
Videospiele
Weitere Informationen zum Gaming
Damit man mit einem Projektor gut spielen kann, muss die Eingabeverzögerung niedrig sein. Sie bezeichnet die Zeit zwischen dem Drücken einer Taste auf dem Controller und der Reaktion auf dem Bildschirm. Dieser Wert wird in Millisekunden angegeben und auch „Input Lag“ genannt.
Ich messe die Verzögerung mit einem speziellen Messgerät. Für schnelle Online-FPS-Spiele sollte sie unter 30 ms liegen. Bei Spielen, in denen die Reaktionszeit weniger wichtig ist, sind Werte unter 100 ms für die meisten Situationen ausreichend.
XGIMI hat sich als eine der führenden Marken für Gaming-Projektoren etabliert: Die Geräte bieten eine geringe Eingabeverzögerung und unterstützen teilweise 120 Hz in 4K. Dazu kommen Zusatzfunktionen, beispielsweise ein Fadenkreuz in der Bildschirmmitte, das das Zielen erleichtert. In Sachen Gaming-Leistung gehört dieser Projektor also zur Spitzengruppe.
Ich habe den Projektor mit meiner Xbox Series X getestet. In meinem Video gibt es dazu einen eigenen Abschnitt.
Festgestellte Fehler
XGIMI Aura 3 Pro oder XGIMI Aura 3 Max?
Der wichtigste Unterschied zwischen beiden Projektoren ist die Helligkeit. Der Aura 3 Max ist heller und bietet auch beim Kontrast mehr Spielraum. Betrachtet man nur diese beiden Punkte, scheint die Wahl des Aura 3 Max offensichtlich. Für die richtige Entscheidung sollte man aber die gesamte Nutzungssituation berücksichtigen.Ein hellerer Projektor ist nicht zwangsläufig der bessere Projektor. Entscheidend ist, wie Sie ihn verwenden möchten. In völliger Dunkelheit ist beispielsweise der Aura 3 Pro mehr als ausreichend – selbst mit ALR-Leinwand und etwas geschlossener Iris.
Hier ein kurzer Überblick über mögliche Leinwandgrößen mit dem Aura 3 Pro bei völliger Dunkelheit:
Iris 2: 150 Zoll / 120 Zoll (weiße Leinwand mit Gain 1 / ALR-Leinwand mit Gain 0,6)
Iris 3: 140 Zoll / 105 Zoll
Iris 4: 120 Zoll / 90 Zoll
Diese Größen dürften bereits eine breite Palette von Anwendungen abdecken.
Wenn Sie den Projektor hingegen in einem beleuchteten Raum nutzen möchten, ist der Aura 3 Max besser geeignet – vorausgesetzt, Sie kombinieren ihn mit einer guten ALR-Leinwand. Eine weiße Leinwand würde das Erlebnis stark beeinträchtigen. Ich empfehle Ihnen, mit meinem Rechner den Helligkeitsbedarf für Ihre Leinwandgröße zu prüfen.
Der Max bietet mehr Helligkeit und Kontrast und schneidet auch bei Farbtreue und Schärfe etwas besser ab als der Pro.
Der Preisunterschied während der Kickstarter-Kampagne ist nicht sehr groß. Denken Sie aber daran, dass Sie zusätzlich eine Leinwand benötigen.
Fazit
Der XGIMI Aura 2 hatte mir bei seiner Markteinführung ausgesprochen gut gefallen. Ich habe ihn sogar ziemlich lange behalten, was bei einem Projektor, den ich teste, eher selten vorkommt. Doch der Markt entwickelt sich so schnell, dass XGIMI gegenüber der Konkurrenz allmählich ins Hintertreffen geraten war.Mit dem neuen XGIMI Aura 3 Pro und Aura 3 Max ist XGIMI eindeutig wieder im Rennen. Die beiden Projektoren liefern in fast allen Bereichen eine sehr gute Leistung.
Es wird immer Projektoren geben, die bei einem einzelnen Kriterium besser abschneiden. Manche bieten höheren Kontrast, andere mehr Helligkeit oder ein noch präziseres Bild. Die große Stärke dieser beiden neuen Modelle ist aber ihre Vielseitigkeit. In nahezu allen Bereichen sind sie gut bis sehr gut, ohne eine wirklich gravierende Schwäche.
Wenn ich meine üblichen Kriterien zur Beurteilung der Bildqualität durchgehe:
- Farbtreue: Sie ist eine der angenehmsten Überraschungen dieses Tests. Die Farben werden hervorragend wiedergegeben, und eine Kalibrierung ist nicht unbedingt notwendig, um ein schönes Bild zu erhalten. Selbst mit einer ALR-Leinwand wie meiner lassen sich mit wenigen Anpassungen sehr gute Ergebnisse erzielen.
- Kontrast: Meine Messwerte liegen unter den Herstellerangaben von XGIMI, aber der Kontrast ist dennoch sehr gut. Auch das dynamische Lasermanagement DBLE funktioniert ausgezeichnet – selbst in Szenen mit Untertiteln. Das ist bei der Konkurrenz nicht immer der Fall.
- Helligkeit: Auch hier liegen meine Messwerte deutlich unter den angekündigten Zahlen. Man sollte sie jedoch richtig einordnen: Die verfügbare Helligkeit genügt ohne Weiteres für große Leinwände (140 bis 150 Zoll im Dunkeln), ohne die Bildqualität opfern zu müssen.
- Schärfe: Sie ist von der Bildmitte bis zu den Rändern ausgezeichnet. Gerade bei einem Ultrakurzdistanzprojektor ist das besonders wichtig. Die Schärfe des Titan Noir Max finde ich zwar besser, doch dieser gehört einer anderen Preisklasse an.
- MEMC: Hier fällt mein Urteil etwas gemischter aus. Die Zwischenbildberechnung funktioniert, aber ich musste sie auf die höchste Stufe stellen, um die Ruckler zu beseitigen. Ein ähnlich flüssiges Bild mit weniger aggressiver Einstellung wäre mir lieber gewesen.
- Speckle: XGIMI scheint dieses bei RGB-Laserprojektoren häufige Problem sehr gut im Griff zu haben. Ich konnte zwar etwas Speckle sehen, allerdings nur in einem sehr begrenzten Bildbereich. Die Sichtbarkeit hängt jedoch auch von der Projektionsfläche ab. Wer empfindlich darauf reagiert, sollte deshalb auf die Wahl der Leinwand achten. Ein geeignetes Material wie das in diesem Test verwendete kann das Risiko verringern.
Insgesamt gehört die Bildqualität zweifellos zu den größten Stärken beider Projektoren. Wahrscheinlich besteht außerdem noch etwas Verbesserungspotenzial durch künftige Firmware-Updates.
Aber der Aura 3 Pro und der Aura 3 Max haben mehr zu bieten als nur eine gute Bildqualität.
Dazu gehört insbesondere das Gaming-Erlebnis mit geringer Eingabeverzögerung und Unterstützung hoher Bildwiederholraten. Das sind zwei interessante Vorteile für alle, die ihren Projektor auch mit einer Konsole oder einem PC einsetzen möchten.
Auch die Audioausstattung verdient Erwähnung. Mit jeweils zwei Hoch- und Tieftönern bieten diese Projektoren eine überzeugende Klangqualität, sodass man nicht sofort in ein externes Soundsystem investieren muss.
Ist also alles perfekt? Natürlich nicht.
Während meiner Tests hatte ich zwar keine größeren Probleme, aber ich habe einige Punkte gefunden, die in künftigen Firmware-Versionen korrigiert oder verbessert werden sollten.
- Die Farbtreue verändert sich beim Schließen der Iris, insbesondere bei der Einstellung F5 ist die Verschiebung deutlich sichtbar. Das ist schade, denn gerade mit der Iris sollen sich Kontrast und Helligkeit an die Projektionsbedingungen anpassen lassen.
- Der 24p-Kinomodus funktioniert noch nicht richtig. Das sollten vor allem Nutzer beachten, denen eine originalgetreue Wiedergabe der Bildfrequenz von Filmen wichtig ist.
- Die Anti-RBE-Funktion scheint noch nicht einsatzbereit zu sein. Es bleibt abzuwarten, ob ein Update das Problem beheben kann.
- Der Bildmodus „Vivid“ erzeugt viel Dithering und stärkeres Speckle. Für mich ist das allerdings kein großes Problem, da ich angesichts der ausgezeichneten Farbtreue der natürlicheren Bildmodi kaum einen Grund sehe, diesen Modus zu verwenden.
Keiner dieser Punkte ändert mein insgesamt positives Urteil über die Projektoren grundlegend. Dennoch sollten sie erwähnt werden. Ich hoffe, dass XGIMI einen Teil davon mit zukünftigen Updates korrigieren kann.
Da sich ein Video nach seiner Veröffentlichung nicht mehr verändern lässt, bleibt dieser Blog die Referenz für spätere Entwicklungen.
Zum Schluss noch ein Wort zum Preis. Wenn Sie diesen Test während der Kickstarter-Kampagne lesen, kann ich mir kaum vorstellen, dass Sie in dieser Preisklasse ein umfassender ausgestattetes Angebot finden.
Das bedeutet allerdings nicht, dass der Aura 3 Pro und der Aura 3 Max günstige Projektoren wären. Sie erfordern eine beträchtliche Investition. Angesichts ihrer Leistung, Vielseitigkeit und Ausstattung ist ihre Preispositionierung aber ausgesprochen wettbewerbsfähig.
Nach Ende der Kampagne muss man das Preis-Leistungs-Verhältnis natürlich anhand der tatsächlich verlangten Preise und der Entwicklung der Konkurrenz neu bewerten.
Mein Fazit fällt daher sehr positiv aus. XGIMI meldet sich mit zwei Projektoren zurück, die nicht nur auf dem Datenblatt Rekorde aufstellen wollen, sondern ein ausgesprochen ausgereiftes Gesamterlebnis bieten. Und genau das ist für mich bei einem Projektor, der täglich genutzt werden soll, letztlich am wichtigsten.



















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